„Einfach einfach und gemeinsam Bauen“
Open Space Symposium

  • für eine moderne Subsistenzwirtschaft des Bauens
  • zur Einrichtung eines internationalen Ressourcenpools für einfaches, selbsttätiges Bauen in Gemeinschaft und für den Aufbau neuer Netzwerke
  • zur Initierung von subsistenzorientierten Bau-Gesellschaften und Schulen des einfachen Bauens, ganzheitliche, soziale Organismen, inspiriert durch die Dombauhütten des Mittelalters und durch indigene Kulturen.

Freitag, 4. März 14.00 Uhr bis
Sonntag, 6. März 18.00 Uhr 2011
in der Schupfengalerie
Kirchengasse 2, Herzogenburg, Niederösterreich

Die Bauwirtschaft hat neben der Landwirtschaft die Erfüllung einer der elementarsten, menschlichen Bedürfnisse als Aufgabe. Sie ist heute viel zu sehr von kapitalistischen Systemen abhängig geworden oder durchdrungen und erfüllt diese Aufgabe nicht ausreichend. Wie viele andere Wirtschaftszweige auch ist sie zu sehr von Streben nach unbegrenztem Wachstum und nach Dominanz am Weltmarkt bestimmt und hat die Menschen nicht (mehr) im Mittelpunkt sondern mehr als Mittel zum Zweck.

Es ist daher eine besonders schöne und spannende Herausforderung gerade in diesem Wirtschaftszweig, der ja auch naturgemäß mit der Bildung von langfristigen Vermögenswerten verbunden ist und sonst ein Kernfeld kapitalistischen Wirtschaftens wäre, neue moderne Subsistenzorientierung des Wirtschaftens unter dem Motto „die Menschen zuerst“ („people first“) umzusetzen und neue, alternative, durch die Kraft von menschlicher Gemeinschaft getragene Systeme aufzubauen.

Subsistenzorientierung bringt eine vielfältige Rehabilitation von wichtigen, heute vernachlässigten Teilen und Aspekten des Lebens mit sich, in der Menschen auf eine ganzheitliche Weise bereichert werden. Dazu gehört die Rehabilitation

  • der Schönheit und Qualität des Arbeitsprozesses gegenüber dem Produkt der Arbeit
  • des Lernens, der Kreativität und der Individualität gegenüber Standardisierungen und Rankings
  • der Gemeinschaft gegenüber dem Markt
  • des Sozialen gegenüber der Technik
  • der Versorgung gegenüber der Ausdehnung
  • der Muße und des Spieles gegenüber der Arbeit
  • des Gebens, Versorgens und Pflegens gegenüber dem Besitzen
  • des praktischen Lebens in der Gegenwart gegenüber den Versprechungen für die Zukunft.

Seit einigen Jahren zeigt sich ein neues Interesse an gemeinschaftlichem Wohnungsbau. Es ist an der Zeit, für diese neue Bewegung in einer Zeit der zunehmenden Unsicherheit punkto Einkommen und Vermögenswerte auch eine neue subsistenzorientierte Bauwirtschaft zu entwickeln. Dabei geht es meines Erachtens darum, die Abhängigkeit von den großen Kapitalbereitstellern, Bürokratien sowie von kapitalintensiven (weil mit hohem industriellem Einsatz produzierten) Baumaterialien und Bauprozessen abzubauen  und  neue handwerkliche und andere neue persönliche Entfaltungsprozesse der Menschen beim Bau zu eröffnen und in das Bauen auch in unseren "wohlhabenden" Ländern den "Eine-Welt-Gedanken" zu integrieren.

In Zusammenhang mit unserem neuen Gemeinschaftsprojekt "Garten der Generationen" Herzogenburg, das unter anderem auch ein Pilotprojekt für eine solche neue subsistenzorientierte Bauwirtschaft sein soll, ist es nun unsere Vision, ein ganzheitliches Netzwerk der  Unterstützung aufzubauen, das als sehr wichtigen Teil auch ein neues, kooperatives und subsistenzorientiertes Planen und Bauen einschließt.

 

Spezielle Impulse beim Symposium gibt es unter anderen von:
(Im Rahmen der Arbeitsweise des Open Space können alle TeilnehmerInnen die Initiative ergreifen und Workshops anbieten. Diese werden soferne bekannt auch schon im Vorfeld vorgestellt.)

Garten der Generationen
Subsistenzorientiertes Gemeinschaftsprojekt, das insbesondere auch das Bauen einschließt  www.gartendergenerationen.net

Marcel Kalberer
Herdwangen-Heggelbach, Deutschland
international bekannt durch seine Weidenpaläste, Weidenburgen und Weidenschlösser für eine sozial-ökologische Gesellschaft.

"Die Bauweise der Gruppe SANFTE STRUKTUREN ist in erster Linie ein soziales Happening. Hunderte von Freiwilligen: Junge und Alte, Männer und mehrheitlich Frauen prägen die Baustellen und erarbeiten in fröhlicher und festlicher Stimmung die im doppelten Sinne „lebenden Baumwerke“. Die Organisation dieser heiteren Baustellen und Bauspielplätze basiert auf der Überzeugung - die sie mit Murray Bookchin teilen - dass die Verbesserung der ökologischen Verhältnisse ohne die Verbesserung der sozialen Verhältnisse keinen Sinn ergeben. Sind nicht doch die meisten ökologischen Probleme, Folgen sozialer Probleme? Darum sind die sozialen Prozesse, die Arbeitsweise und das Miteinander der Beteiligten auf der Baustelle für sie von gleichgrosser Bedeutung wie das Ergebnis." (Marcel Kalberer, Baukunstgruppe SANFTE STRUKTUREN)

Gernot Minke
Kassel, Deutschland
International renommierter und tätiger Architekt für Ökologisches Bauen, Hochschullehrer und Pionier des modernen Lehmbaues, Autor folgender Bücher: "Handbuch Lehmbau", "Handbuch Strohballenbau" (mit B.Krick), "Dächer begrünen - einfach und wirkungsvoll" (alle im Ökobuchverlag erschienen)
www.gernotminke.de/index.html

Werner Schmidt
Trun, Schweiz

Architekt und Pionier des lasttragenden Strohballenbaues
www.atelierwernerschmidt.ch/Atelier.html

Theodor Henzler
Beratzhausen, Bayern/DeutschlandÖkosiedlungen als ganzheitlicher Siedlungsbau durch bewußte Orientierung an den Archetypen der Architektur und ihren geistig-spirituellen Wirkungen.
www.ganzheitliche-architektur.de/Stadttherapie/Spirituelle.html

Markus Distelberger
Der Vermögenspool als partizipative und kooperative kapitalismusfreie neue Finanzierungsform im Bauwesen.

Seit 25 Jahren für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen aktiv tätig, Beratung von gemeinschaftliche Wohnbauprojekten vor allem juristisch, aber auch organisatorisch. Gründung eines eigenen gemeinschaftlichen Wohnbauprojektes, Hainerberg-Dörflein in Herzogenburg, in der er mit seiner Familie seit 23 Jahren wohnt, Mitbegründer des Österreichischen Wohnbundes, Gründer der alternativen Schule Lernwerkstatt Herzogenburg (jetzt Pottenbrunn), zuletzt Gründung des 7 Generationen Netzwerkes und des Projektes Garten der Generationen, Entwicklung des alternativen, gemeinschafts- und subsistenzorientierten Finanzierungssystem des Vermögenspools.
www.7generationen.at

Herbert Gruber
asbn austrian strawbale network (Österreichisches Netzwerk für Strohballenbau)
Buchautor (Bauen mit Stroh, Neues Bauen mit Stroh), Mitarbeit beim Projekt "Haus der Zukunft" - Wandsysteme aus nachwachsenden Rohstoffen (gemeinsam mit GrAT und IBO)
www.baubiologie.at

Stefan Buxbaum
Oberwöbling, Österreich
Künstlerische Betongußprojekte u. a. Sanitärkörper als Kunstobjekte, Unterricht in Formenbau und Selbstbauguß.
www.allerart.at

Manfred Schaffer 
Obritzberg, Österreich
Planung und Bauleitung für solares Bauen, BauherrInnenkurse für „Häuslbauer“

 

Veronika Bennholdt-Thomsen
Hochschullehrerin, Leiterin des Instituts für Theorie und Praxis der Subsistenz e.V., Bielefeld, Sie erforschte und dokumentierte in ihren Arbeiten Subsistenzwirtschaft als nicht-patriarchale Wirtschaftsform im Süden und auch bei uns im Norden in peripheren Regionen und kommt zu dem Schluss, dass wir mehr von den Frauen in verschiedenen Regionen der sogenannten Dritten Welt lernen sollten als umgekehrt. In ihrer Fähigkeit zur Subsistenz drückt sich eine weibliche Lebenskraft aus, deren Schönheit und Souveränität viele Menschen in den industrialisierten Ländern, gleich welchen Geschlechts, insgeheim fasziniert. Veröffentlichungen: „Eine Kuh für Hillary – die Subsistenzperspektive“, zusammen mit Maria Mies, Verlag Frauenoffensive, München 1997, „Das Subsistenz-Handbuch“ und „Subsistenz und Widerstand“, jeweils als Mitherausgeberin, beide erschienen im Promedia Verlag und „Juchitan- Stadt der Frauen“ 

Zuletzt erschien von ihr: Geld oder Leben - Was uns wirklich reich macht, 2010 erschienen im oekom Verlag. Das ist wie ein Manifest für moderne Subsistenzwirtschaft, prägnant, kurz und bündig.

 

Reinhard Engelhart-Stumptner,
Inzersdorf, NÖ,
Bio-Bauer, Landwirtschafts- und Permakulturlehrer, Obmann von Permakultur Austria
http://www.permakultur.net/

 

Erwin Schwarzmüller,
Neulengbach, NÖ,
Architekt, Projektmanager im Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ – Ecoplus Wirtschaftsagentur des Landes NÖ, Thema: Spannungsfeld Gewerbliche Wirtschaft und Subsistenz

Fritz Matzinger,
Linz, Oberösterreich
Architekt, inspiriert durch Forschungsreisen nach Afrika und Asien in den 70 er Jahren entwickelte er den Gemeinschaftssiedlungstyp der Atrium-Wohnhöfe „Le Paletuvier“, welchen er während der letzten 35 Jahren in zahlreichen Projekten und Varianten in Österreich und Deutschland meist mit Hilfe von jeweils selbstorganisierten Bewohnergruppen und mit deren Einbindung in die Planung umsetzte. 
http://www.matzinger.at/

Günther Höchtl,
Krems, Niederösterreich
Dipl. Ing. für Architektur, Beratung und Coaching in ökologischem Selbstbau, baute erstes Strohballenhaus Österreichs

Christian Dragan,
St. Ägyd, Niederösterreich
Ökobauberatung, - schulung und -management, durchführender Baubiologe, Mitbegründer der Strohballenbaubewegung in Österreich

Winfried Schmelz,
Wösendorf, Niederösterreich
Bauplanung und Baudurchführung im Sinne ganzheitlicher Lebensraumkultur, einer der Pioniere des österreichischen Strohballenbaus, Planung und Bauleitung zahlreicher Strohballenhäuser
http://www.bauatelier.at/index.html

Helmut Schattovits,
Wien,
Gründer bzw. Initiator der Gemeinschaften B.R.O.T., Mehr-Generationen- Gemeinschaftswohnbauprojekte in Wien auf Basis christlicher bzw. interreligiöser Spiritualität und Lebensgestaltung, zuletzt Gemeinschaft B.R.O.T. Wien -Kalksburg, aktuelles Projekt: B.R.O.T. Wien-Aspern
http://www.brot-kalksburg.at/ http://www.brot-verband.at/

Martin Molley,
Hollenthon, NÖ
Biomeiler als alternative Heizmethode ohne Verbrennung von organischer Substanz
www.biomeiler.at

Hans Wieser
Klagenfurt
Spengler

Brigitte Kratzwald
Graz
Fachfrau für Commons und solidarische Ökonomie 
http://www.commons.at/
Mitinitiatorin des Gemeinschaftsprojektes "Land in Sicht"
http://laaandinsicht.wordpress.com

Vanda Gerö
Wien
betreibt neues Projekt "Erdverbunden" im Umfeld von Wien, Mitglied bei Transition Austria in Wien
http://transitionaustria.ning.com/group/transitioninwien

Valerie Seitz
Herzogenburg, NÖ
Gaia Action Learning Akademie 
http://www.gaia-actionlearning.de/
 

Gerald Bauer,
Wien
Permakultur Austria  
http://www.permakultur.net/


 

Irmgard Zelikovics
Wien
Innenarchitektin,  
http://www.bewegteraeume.at/

 

Manfred Panagl
Wien
angelernter Laie in Strohballenbau, Lehmputz, Dachbegrünung,Regenwassernutzung, integrales Haus, Systemkritiker, Lebenskünstler

 

Roland Dunzendorfer

Wien

Landschaftsplaner, Permakultur-Fachmann  www.landscaping.at

 

Florence Holzner und Reinhold Theiß

Neulengbach, NÖ

Zentrum für Neue Arbeit - Neue Kultur, Tsibutsang - Wohnsoziometrie GesmbH, Erfahrung mit Jugendprojekt "Studierwerkstatt"

 

Annemarie Widmoser

Wien

Lehrerin

 

und viele mehr

(Diese Liste bleibt offen. Es werden bis zum Beginn der Veranstaltung durch regelmäßige Newsletter neue Impulse von TeilnehmerInnen am Symposium vorgestellt.)

 

Organisatorisches zum Symposium:

Für die, die es schon kennen, es wird so ablaufen wie die bisherigen Open Space Symposien des 7Generationen Netzwerkes. Zur Arbeitsweise des Open Space siehe auch auf
www.7generationen.at (Klick Informationen > Open Space Symposien > Arbeitsweise im Open Space)

Das Thema und die Gemeinschaft der Menschen, die daran arbeiten, wird im Vorfeld des Symposiums weiterentwickelt und ausgefaltet durch Treffen mit an der Mitarbeit und Mitgestaltung Interessierten, Kontakte mit und Einladung von ImpulsgeberInnen, regelmäßige Newsletter und auf dieser Homepage.

ImpulsgeberInnen, TeilnehmerInnen, MitveranstalterInnen, MitarbeiterInnen und UnterstützerInnen stellen sich, wenn dazu bereit, im Newsletter oder auf der Homepage vor und/oder veröffentlichen schon vorher Beiträge zum Thema.

Veranstalter:
Verein „Garten der Generationen“ Herzogenburg

Mitveranstalter:
Permakultur Austria
Verein „Miteinander Zukunft bauen“ - Pomali
Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich (in Anfrage)
Austrotopia Netzwerk (in Anfrage)

asbn austrian strawbale network (Österreichisches Netzwerk für Strohballenbau) (in Anfrage)
Verein SOL - Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil

Anmeldung bei der Administration des Symposiums:
Arge 7 Generationen Dr. Markus Distelberger & Co. GesbR
Am Hainerberg- Dörflein 10, 3130 Herzogenburg, Österreich
0043/650/7771237 oder 0043/2782/83278
info@7generationen.at

Anmeldeschluss: 25. Februar 2011

Seminarbeitrag:    

  • Seminarbeitrag für Einzelpersonen: € 120,00
  • Für Mitglieder von MitveranstalterInnen: € 108,00  
  • Für Paare zusammen: € 180,00
  • Für Studenten und alle, die von niedrigen Transfereinkommen leben wie z.B. Arbeitslose, Notstandshilfe, Ausgleichszulage, etc.: € 35,00
  • Freie Teilnahme bzw. freiwilliger Beitrag für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren und Älteste über 70 Jahren!
  • Mitglieder des Talentetauschkreises NÖ und von Tauschkreisen, die mit diesem vernetzt sind, können ein Drittel des Seminarbeitrages in Tauschwährung zahlen.  

Die Seminarbeiträge sollen die Kosten des Symposiums decken können und insbesondere auch ermöglichen, Gäste, die besondere Impulse zum Symposium einbringen können, national und international einladen zu können. Soweit es für Sie möglich ist, bitten wir um Überweisung eines Zusatzbetrages, damit wir denen, die es brauchen, einen Beitragsnachlass geben können. Wenn Sie einen Beitragsnachlass möchten, bitten wir Sie um eine kurze schriftliche Begründung.

Die Anmeldung ist mit Überweisung des Seminarbeitrages auf das Konto der Veranstalter gültig!

Teilnehmerzahl ist mit 100 begrenzt!

Unterkunft bitte selbständig organisieren:
im neuen Herzogenburger Clever-Hotel (Preise zw. 19,00 und 35,00 Euro) www.cleverhotel.at
in Herzogenburger Gasthöfen,  www.herzogenburg.at/tourismus/home.htm

Tourismusauskünfte:
Tourismusbüro Herzogenburg

Telefon: 02782 83321, Fax: 02782 83470 tourist-office@gde.herzogenburg.at
oder man/frau stellt auf der Wiese des „Garten der Generationen“ sein Zelt oder Wohnmobil auf (Kostenbeitrag 5,00 Euro pro Nacht und Erw. Person)
Anmeldung bei den Veranstaltern.

Verpflegung:
Mittagessen und Abendessen ist in den lokalen Gasthäusern (Speisekarten werden im Symposiumslokal aufliegen) oder durch Selbstversorgung möglich.

Bausymposium